Sensitive Touch   

           Osteopathie und Physiotherapie für Hund & Pferd 

Blutegel - Therapie

 

Die Blutegelbehandlung bewährt sich sehr gut bei:

  • Arthrose
  • Sehnenentzündung , Sehnenscheidenentzündung
  • Muskelverspannungen, Kreuzverschlag
  • Wirbelsäulenerkrankung (Kissing spines)
  • Satteldruck
  • Fesselträgerentzündungen
  • Schleimbeutelentzündung
  • akute Rehe
  • schlecht heilende Wunden
  • Prellung
  • Hämatom
  • Arthritis
  • Spat
  • Schultergelenkserkrankung
  • Hufrollenerkrankung
  • Kniegelenksentzündung
  • Schale
  • Abszesse
  • Patellaluxation
  • Gelenkgallen
  • Exemen

Eine Behandlung mit Blutegeln darf nicht durchgeführt werden, wenn

  • eine Blutgerinnungsstörung vorliegt
  • eine starke Blutarmut vorliegt
  • allergische Reaktionen auf die Wirkstoffe des Blutegels bekannt sind  
  • gleichzeitig quecksilberhaltige Medikamente verabreicht werden

 

Vorsicht ist geboten bei:

  • trächtigen Tieren
  • während der Säugezeit
  • leichter Blutarmut
  • ASS- Gabe
  • schlechter Konstitution
  • Abwehrschwäche
  • Problemen mit der Narbenbildung

 

Mögliche Nebenwirkungen oder Reaktionen auf die Behandlung:

  • Schwellung im Bereich der Bissstelle
  • Juckreiz im Bereich der Bissstelle
  • Selten: allergische Reaktion auf die Saliva
  • Abgeschlagenheit
  • Narbenbildung
  • Blutergüsse
  • Verstärkte, oder lang anhaltende Nachblutung (> 12 Stunden)

Bei sachgerechter Durchführung treten sehr selten schwere Nebenwirkungen auf

 

Wirkstoffe:   

  • Hirudin - hemmt die Blutgerinnung, und hält die Wunde während des Saugakts offen  
  • Calin - hemmt die Blutgerinnung langfristiger als Hirudin und sorgt für ein etwa 12stündiges   Nachbluten   
  • Hyaluronidase - hilft bei der Ausbreitung der Wirkstoffe im Gewebe   
  • eine wahrscheinlich histaminähnliche Substanz - wirkt gefäßerweiternd und lässt das Blut zur Bissstelle strömen   
  •  Egline, Bdellin, Apyrase, Kollagenase und weitere Wirkstoffe - unterstützen die Gerinnungshemmung und  wirken  entzündungshemmend und schmerzlindernd

 

vor der Behandlung zu beachten:   

Blutegel sind keineswegs immer beißfreudig. Bei Gewitter oder Stress mögen sie meist nicht beißen. Aber    besonders Ausdünstungen des Patienten oder sonstige Gerüche verderben ihnen den Appetit. Daher:  

 •   keine Fliegensprays oder Fellglanzsprays verwenden  

•   keine Salben im Bereich der Bissstelle verwenden   

•   Die Bissstelle nur mit klarem Wasser reinigen  

•   Ingwer und Knoblauch mindestens eine Woche vor der Egelbehandlung absetzen  

•   Medikamente in Absprache mit dem Tierarzt ggf. 3Tage vorher absetzen

 

nach der Behandlung:  

  • die Blutung nicht unterbinden, sie reinigt die Wunde   
  • nicht kühlen  
  •  falls ein Verband zum Schutz vor Fliegen oder Schmutz    angelegt wurde, sollte dieser nach 3-5 Stunden entfernt    werden.